Kolping

Gast aus Honduras zu Gast bei Kolping im Erzbistum Paderborn

"Danke für Ihre Arbeit"

Brakel. Besuch in Brakel Interessiert schaut Rufino Rodriguez den Auszubildenden beim Pikieren zu. Links neben ihm Stefanie Hoppe von Adveniat, rechts Ingrid Lücking vom KBBW.Auffenberg, KBW„Danke, dass Sie Ihr Wissen und Ihre Weisheit an die jungen Menschen weitergeben“, mit diesen Worten verabschiedete sich Rufino Rodriguez von einem sichtlich verdutzten Jörg Weihe. So etwas hat der Ausbilder im Metallbereich des Kolping-Berufsbildungswerks Brakel wohl selten gehört. Aber Rufino, Vorsitzender des Kolpingwerks Honduras, meinte es ernst. Anlässlich der diesjährigen Adveniat-Aktion besucht er derzeit gemeinsam mit Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga Deutschland. Bei der Station im Erzbistum Paderborn standen für Rufino viele Kolping-Termine auf dem Programm.

In Brakel ließ er sich ausführlich die einzelnen Werkstätten zeigen, vor allem den Metallbauner und den angehenden Gärtnern schaute er, selbst Landwirt, interessiert über die Schulter. Und als einige Jugendliche – nicht so recht wissend, wen sei da vor sich hatten – fragten, ob sie bei ihm etwas über die Linsensuppe loswerden könnten, die es mittags gegeben hatte, erzählte er ihnen von seinem ältesten Sohn. Der habe sich auch einmal über das Essen beschwert, das es Zuhause gibt. Da sei er mit ihm zu einer Müllkippe in der Nähe gegangen, auf der die Ärmsten der Armen leben. Als der junge Mann sah, wie Kinder sich dort aus den Abfällen ihr Essen zusammensuchten, schluckte er die Beschwerden herunter. „Seit dem isst er, was auf den Tisch kommt“, erzählte Rufino und lachte herzlich. Die Brakeler Auszubildenden ersparten sich jeden weiteren Kommentar.

 

C.A. 1.12.2010

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