Suche nach neuen Angeboten für betroffene Zielgruppe gestartet
Kolping Bildungszentren ziehen sich aus Werl zurück
Werl / Paderborn. Seit mehr als 10 Jahren engagiert sich die Kolping-Bildungszentren Paderborn gGmbh mit ihrer Einrichtung, dem Kolping Bildungszentrum Werl, im Bereich der beruflichen Bildung. Maßnahmen für junge Menschen mit sozialen Benachteiligungen standen im Fokus der Arbeit des Kolping Bildungs-zentrums Werl.
Seit Jahren bemüht sich der Träger, die Kolping Bildungszentren Paderborn gGmbH die Einrichtung in Werl im hart umkämpften Markt zu halten. Mit der Einführung der Ausschreibungspraxis der wesentlichen Geldgeber, Agentur für Arbeit und Jobcenter Soest, ist der Konkurrenzkampf noch einmal verschärft worden. Jetzt stehen wieder für viele Maßnahmen in Werl Ausschreibungen an. „Die Geschäftsleitung hat nach intensiven Beratungen, auch mit den Aufsichtsgremien, beschlossen sich nicht an diesen Ausschreibungen zu beteiligen. Grund hierfür ist, dass der Wettbewerb Preise zulassen wird, die eine betriebswirtschaftlich vertretbare Führung der Einrichtung nicht ermöglicht. Nach sorgfältiger Prüfung dieser Vorgaben hat man sich entschlossen, sich aus dem Markt in Werl zurück zu ziehen und die Einrichtung zum 31.08.2011 zu schließen,“ so Geschäftsführer Wolfgang Gelhard.
„Wir bedauern diese Entscheidung, die wir uns, vor allem wegen der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht leicht gemacht haben“ so die Einrichtungsleiterin Reinlinde Steinhofer. „Um eine qualitativ gute Arbeit zu leisten, müssen auch die betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Diese waren bereits in den letzten Jahren kaum noch gegeben und weil sich die Lage am Markt nicht entspannt sondern noch verschärft hat, sahen wir uns zu diesem Schritt gezwungen“ ergänzt Wolfgang Gelhard.
Die Kolping Bildungszentren werden nun versuchen, gemeinsam mit den anderen Bildungsträgern und den Fördergebern, Lösungen und Angebote für die betroffenen Zielgruppen zu finden.
