Kolping

Norbert Röttgen besucht Kolpingsfamilien in Olsberg

"Enorm wichtig für die Gesellschaft"

Zum Abschluss seines Besuchs in Olsberg ging Norbert Röttgen noch in Küche, um sich bei den Auszubildenden des Kolping-Berufsförderungszentrums Meschede für die Bewirtung zu bedanken.Auffenberg, KBW Olsberg. In seiner Eigenschaft als Landesvorsitzender der CDU besuchte Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen jetzt die Kolpingsfamilien in Olsberg. Röttgen ist derzeit auf Sommertour durchs Land, um ehrenamtlich engagierte Menschen zu treffen.

In Olsberg präsentierte sich unter Moderation von Heiner Brambring das Kolpingwerk in seiner ganzen Bandbreite: von der Eine-Welt-Arbeit über die Bildungsarbeit bis hin zum neuen Projekt, den Ausbildungspatenschaften, das derzeit mit den Kolping-Bildungszentren Südwestfalen gestartet wird.

Nach der kurzweiligen Vorstellrunde sagte Röttgen, er sei wirklich persönlich beeindruckt davon, dass das Kolpingwerk – ausgehend vom christlichen Menschenbild – soziale Arbeit global verstehe: „Was Sie hier machen, ist enorm wichtig für die Gesellschaft.“

Er erlaube sich, auch als Mitglied der Bundesregierung, also als Repräsentant des säkularen Staates, dafür zu danken, denn so Röttgen mit einem Zitat des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Ernst-Wolfgang Böckenförde: „Der freiheitliche säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“

Röttgen äußerte sich auch zum Schulkompromiss, den CDU, SPD und Grüne kurz zuvor für NRW ausgehandelt hatten, und zum nun endgültig beschlossenen Atomausstieg. Für beide Fälle gelte: „Wir waren der Kämpfe müde, weil sich die Kämpfe verselbständigt hatten.“ Zum Schulkompromiss fügte er an, die Institution sei für die Menschen da und nicht umgekehrt. „Da ist kein Platz für Ideologien.“

Auf Nachfrage von Diözesansekretär Thomas Müller sagte der Bundesumweltminister zu, das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz noch einmal darauf zu prüfen, dass damit gemeinnützige Sammlungen wie die Aktion Rumpelkammer nicht verhindert oder unnötig erschwert werden. „Das ist keineswegs die Intention des neuen Gesetzes“, so Röttgen, „aber das klären wir.“

CA

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