Kolping

Unter dem Dach der Adolph Kolping Stiftung Paderborn

Kolpingsfamilie Niedermarsberg errichtet Stiftung

Manfred Dröge leistet eine von mehreren Unterschriften. Ihm schauen zu Regina Schafmeister, Peter Henke, Werner Sondermann und Wolfgang GelhardFoto: Auffenberg, KBWMarsberg. Es war ein bisschen wie bei einem Staatsbesuch, wenn Handelsabkommen unterzeichnet werden: Die einen unterschreiben, die anderen gucken zu. Und die Presse fotografiert. Mit einem solchen Akt wurde in Niedermarsberg ganz offiziell die Kolpingsfamilie-Niedermarsberg-Stiftung gegründet. Vertrag und Satzung wurden von den Vorstandsmitgliedern der Stiftung sowie des Stifters, dem Gesellenhaus eV, unterzeichnet.

 

Nach langem Ringen hatte sich der Verein dazu entschlossen, den Erlös aus dem Verkauf des Kolpinghauses als unselbständige Stiftung in die Adolph-Kolping-Stiftung einzubringen. „Das ist uns nicht leicht gefallen“, bekannte Präses Propst Norbert Schroer, „immerhin geben wir richtig Geld aus der Hand.“ In der Tat: Das Stiftungskapital beträgt 250.000 €. Alledings: Weg ist das Geld in den Händen einer Stiftung naturgemäß nicht. Eine Stiftung ist auf Ewigkeit hin angelegt. Das Vermögen bleibt erhalten, nur die Erträge dürfen verwendet werden. Wofür, legt der Stiftungszweck fest. Die Marsberger haben festgelegt, dass sie mit ihrer Stiftung die Jugendhilfe, die Altenhilfe, die Familienhilfe, die Entwicklungshilfe, Kultur und vor allem Bildung fördern wollen.

 

Präses Schroer dankte besonders dem Vorsitzenden des Gesellenhaus eV, Manfred Dröge, der „sehr umsichtig“ gewirkt habe. Dröge selbst erinnerte an die lange Geschichte, die der Entscheidung vorausgegangen war. Das Haus im Schatten der Pfarrkirche hatte mehrfach den Besitzer gewechselt. 1945 hatte die Kolpingsfamilie es erworben, nachdem es ihr bis 1934 schon einmal gehört hatte. 1999 wurde es dann erneut verkauft, bis heute weht darin allerdings der Geist Kolpings. Das Kolping-Bildungswerk Paderborn nutzt es für eine seiner kleinen Einrichtungen, dem JBZ, einem offenen Jugendtreff. Zudem bleibt die Kolpingsfamilie Mieter für einen Raum, in dem nun auch die Stiftung errichtet wurde.

 

Deren Vorsitzender Wolfgang Gelhard erinnerte daran, dass schon Adolph Kolping selbst im wirtschaftlichen Bereich engagiert war. „Er wollte eine Rendite erwirtschaften, um die Arbeit der Gesellenvereine zu unterstützen“, so Gelhard, „das will die Stiftung auch.“ Nach der Kolpingjugend sind die Marsberger nun die zweiten, die unter dem Dach der Adolph Kolping Stiftung eine treuhänderische Stiftung errichten. Sie hat denselben Zweck wie die Marsberger Stiftung.

23.11.2011

Bildung mit Wert

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