Kolping

Engere Zusammenarbeit im Hochstift Paderborn

"Wir wollen keinen verloren geben"

Paderborn. Die Kolping-Bildungseinrichtungen im Hochstift stellen sich neu auf. Zu dem schon bestehenden Verbund zwischen dem Kolping-Berufsförderungszentrum (BFZ) Paderborn/Höxter und der Stiftung KOLPING FORUM Paderborn kommt jetzt das Kolping-Berufsbildungswerk (KBBW) Brakel hinzu.

 

Die drei Einrichtungen werden zukünftig strategische Entscheidungen gemeinsam treffen und die Bildungsangebote für Menschen mit Behinderungen und Lernschwierigkeiten eng aufeinander abstimmen. Besonders das Berufsförderungszentrum und das Berufsbildungswerk werden zukünftig als Kompetenzzentrum mit dem Schwerpunkt berufliche Rehabilitation für die Kreise Paderborn und Höxter aus einer Hand berufsorientierende und berufsbildende Angebote anbieten und weiterentwickeln. So kündigten es die beiden Geschäftsführer Rüdiger Paus-Burkard (BFZ Paderborn) und Ulrich Woischner (KBBW) an. In einem Pressegespräch sagte Paus-Burkard, man wolle mit der Vernetzung Möglichkeiten schaffen, um den einzelnen Menschen noch optimaler, also individueller zu fördern: „Wir wollen keinen Menschen verloren geben, sondern jedem helfen, ein wertvoller Teil der Gesellschaft zu werden.“ Ulrich Woischner betonte: „Wir bündeln die Kompetenzen beider Einrichtungen.“

 

Auch die Kooperationspartner und Auftraggeber der Einrichtungen befürworteten die neue Zusammenarbeit zugunsten der benachteilligten Menschen. Der Chef der Paderborner Arbeitsagentur Rüdiger Matisz sagte nach einer Informationsveranstaltung: „Wir finden das sehr gut.“ Man freue sich auf die Zusammenarbeit.

Hintergrund:

Das Kolping-Bildungswerk Paderborn ist die Trägergesellschaft, zu der unter anderem die beiden Paderborner Einrichtungen gehören. Sie ist jetzt nach Übernahme von Gesellschaftsanteilen Mehrheitsgesellschafter der KBBW gGmbH. Bislang gab es ein freundschaftliches Nebeneinander. Die Entwicklungen im Bereich der beruflichen Bildung hätten womöglich zu einer problematischen Konkurrenz untereinander geführt.

In den drei Einrichtungen arbeiten insgesamt rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, es gibt Standorte in Paderborn, Bad Driburg, Brakel, Höxter und Warburg. Schwerpunktmäßig richten sie sich an Jugendliche und Erwachsene, die Lernschwierigkeiten haben, die mit einer Behinderung leben, denen eine Berufsausbildung fehlt oder von Arbeitslosigkeit betroffen bzw. bedroht sind. Zurzeit nutzen rund 750 Menschen die Angebote.

Auftraggeber der Maßnahmen sind die Agentur für Arbeit, die Jobcenter Paderborn und Höxter, die Jugendhilfe, die Kreise Paderborn und Höxter, das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW sowie die Europäische Union.

Bildung mit Wert

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