Kolpingwerk Paderborn wird für internationales Engagement geehrt

8 Jahre Freundschaft und Partnerschaft mit Honduras

Paderborn. 2009 konnte der Grundstein für die gemeinsame Zusammenarbeit mit dem Kolpingwerk Honduras gelegt werden. Am Dienstag, den 25. Juli ist das Kolpingwerk Diözesanverband Paderborn für seine Partnerschaftsarbeit vom honduranischen Botschafter in Deutschland ausgezeichnet wurden.

Der Diözesanvorsitzende Stephan Stickeler begrüßte die etwa 80 Gäste, die auf Einladung des Verbandes ins Hotel Aspethera gekommen waren. Neben vielen Engagierten des Paderborner Sozialverbandes waren auch Kardinal Leopoldo José Brenes Solórzano aus Nicaragua, der emeritierte Bischof von Granada, Bernhard Hombach, und der Paderborner Bürgermeister Michel Dreier bei der Feierstunde am Dienstagabend anwesend.

„Als wir von dieser Ehrung erfahren haben, waren wir überrascht“, sagte Stephan Stickeler in seiner Begrüßungsrede. Die Partnerschaftsarbeit sei für die Kolpingsmitglieder der Diözese Paderborn schließlich eine Selbstverständlichkeit. „Wir freuen uns aber sehr, dass unsere Arbeit in Honduras nicht nur gesehen, sondern auch als etwas zu Ehrendes angesehen wurde.“

„Partnerschaft darf keine Einbahnstraße sein“, sagte Werner Sondermann, ehemaliger Diözesangeschäftsführer des Kolpingwerkes in der Diözese Paderborn. Er skizzierte den geschichtlichen Kontext der Entwicklungszusammenarbeit des Paderborner Verbandes mit dem Kolpingwerk in Honduras.

Auch Diözesansekretär Thorsten Schulz dankte allen Engagierten für ihren Beitrag. „Gemeinsam haben wir in die Marke Tatico, die mittlerweile einen über Kolpingkreise hinaus reichenden Bekanntheitsgrad erlangt hat, viel Zeit investiert.“ Schulz forderte dazu auf sich für das eigene Handeln durch die christlich geprägten Werte Solidarität, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit inspirieren zu lassen.

Den bewegenden Höhepunkt der Feierstunde bildete die Verleihung der Auszeichnung an das Kolpingwerk Diözesanverband Paderborn für die Solidarität mit dem Kolpingwerk Honduras und für den vom Verband geförderten Bio-Kaffee Tatico. Die Kaffeemarke wird unter anderem in Honduras frei von Pestiziden und chemischen Düngemitteln angebaut und von der Tatico GmbH vertrieben. Kaffeeanbau ist in Honduras eine der wichtigsten Einkommensquelle der ländlichen Bevölkerung.

Überreicht wurde die Ehrung durch den extra zu diesem Anlass nach Paderborn angereisten honduranischen Botschafter in Deutschland, Ramón Custodio Espinoza. Dieser dankte den Verantwortlichen für ihr Engagement und ihren Enthusiasmus: „Ich danke dem Kolpingwerk für die Unterstützung der Projekte mit Honduras und die direkte Hilfe im Rahmen von fair gehandeltem Kaffee“, sagte Custodio Espinoza und lud alle Anwesenden ein, mehr Kaffee zu trinken: „Egal aus welchem Land, Hauptsache, Tatico“. Begleitet wurde der Botschafter von Dr. Ricardo Lagos Andino, ständiger Vertreter des Zentralamerikanischen Parlaments in Europa.

Klaus Langen, Kaffeeröster aus Medebach und Geschäftsführer der Tatico GmbH, hatte 1994 selbst in Honduras gearbeitet und die harte Arbeit der Kaffeebauern miterlebt. Bis heute besucht er die Kaffeebauern regelmäßig und setzt sich für deren gerechte Bezahlung ein. Auch er wurde für seine Arbeit um den fairen Handel der Kaffeemarke Tatico vom Botschafter ausgezeichnet.

Anschaulich präsentiert werden konnte die Arbeit der Kaffeebauern in Honduras durch einen von der Fernsehmoderatorin Yvonne Willicks produzierten Kurzfilm mit Aufnahmen von der vom Kolpingwerk Diözesanverband Paderborn unterstützten Kaffee-Kooperative COCACCAL. Willicks hatte die Kooperative Anfang des Jahres persönlich besucht.

Text: Christin Neumann

 

v.l.: Thorsten Schulz (Diözesansekretär des Kolpingwerkes DV Paderborn), Wolfgang Gelhard (Diözesangeschäftsführer), Else Garske (stellv. Diözesanvorsitzende), Stephan Stickeler (Diözesanvorsitzender), Bernhard Hombach (emeritierter Bischof von Granada), Ramón Custodio Espinoza (Botschafter Honduras in Deutschland), Leopoldo José Kardinal Brenes Solórzano aus Nicaragua, Michael Dreier (Bürgermeister der Stadt Paderborn) und Werner Sondermann (ehemaliger Diözesangeschäftsführer).