„Mystiker der Nächstenliebe“

Hotel Aspethera stellt Werke von Schwester M. Matthäa Massolle aus

Paderborn, 17.05.2022. Deutschland, Korea, Schweiz: Ihre Bilder hängen auf der ganzen Welt – und nun auch im Hotel Aspethera in Paderborn. Dort wurde heute Abend im Rahmen des Kolping-Stiftungsfestes die erste größere Ausstellung von Schwester M. Matthäa Massolle mit über 20 Werken von 1989 bis 2022 eröffnet. Mit Mittelpunkt der Vernissage steht dabei ein Bildnis des seligen Adolph Kolping, welches die Künstlerin der Stiftung KOLPING-FORUM Paderborn, die das Aspethera als Inklusionshotel betreibt, schenkte. Titel des Werkes: „Mystiker der Nächstenliebe“.

„Ich wollte mit dem Bild das Charisma, die Begeisterung und auch die Achtsamkeit transportieren, mit der Adolph Kolping den Menschen begegnet ist“, erklärt Schwester Matthäa. Kolping sei ein standhafter Mensch gewesen, der fest auf die Liebe Gottes vertraute und als guter Hirte somit auch für die Notleidenden da sein konnte, ergänzt sie. „In Vorbereitung auf dieses Werk habe ich mich intensiv über die Biographie Kolpings informiert, im Internet gesucht und auch einen längeren Text von Weihbischof Josef Holtkotte (ehem. Kolping-Bundespräses, Anm. des Verf.) gelesen, der mich sehr inspiriert hat“, so Schwester Matthäa weiter.

Auch alle anderen Bilder, die quer über das Foyer des Hotels verteilt hängen und damit für jeden Gast schnell ersichtbar sind, sind religiös inspiriert. Und sie tragen die vielfältigen Talente und Erfahrungen der Ordensschwester in sich. 1942 im ostwestfälischen Brakel geboren, erlebte sie die Wirrungen und die Armut der Nachkriegsjahre, spürte aber auch, wie wichtig Religion und Spiritualität ihr sind – und dass sie eine Verbindung zur Kunst sein können. „Ich habe immer schon gemalt“, sagt sie. Erst mit Ziegelsteinen auf dem Boden, später dann professionelle ACRYL- und BATIK-Werke. Anlass für ihre Werke findet die studierte Sozialpädagogin, die seit vielen Jahren als Krankenhausseelsorgerin arbeitet, in ihrem (beruflichen) Alltag. Erlebnisse, Emotionen, Situationen lassen sich künstlerisch verarbeiten. Weiter berichtet sie, dass die Bilderbibel des Mittelalters sie im Kunsthandwerk sehr konkret geprägt hat. Ebenso die Gotik. „Bei mir gibt es keine Farbübergänge, dafür klare Strukturen. Alles ist sauber abgegrenzt und gut erkennbar“, berichtet sie. Da sie nach wie vor sehr viel arbeite, male sie fast ausschließlich abends und nachts. An die 500 Bilder seien so entstanden. Wer Schwester Matthäa erlebt – ihren Elan, ihre Begeisterung, ihre Passion für das was sie tut – weiß sofort: Es werden wohl noch mehr werden…

Das Foto zeigt v.l.: Kolping-Diözesanpräses Sebastian Schulz, Wolfgang Gelhard (Geschäftsführer Kolping-Bildungswerk Paderborn), Regina Schafmeister (Vorsitzende Stiftung KOLPING-FORUM Paderborn), Winfried Henke (Diözesanvorsitzender Kolpingwerk DV Paderborn), Schwester M. Matthäa und Gottfried Schulz (Geschäftsführer Kolping-Bildungszentren Westfalen)

Foto: Kolping-Paderborn