Bestandene Facharbeiterprüfung schafft neue Zukunftsperspektive

Kolping-Azubis bestehen Prüfung vor der IHK

Meschede. „Geschafft!“ Es ist ihnen anzusehen: Glücklich nahmen die fünf Prüflinge der Kolping-Bildungszentren Südwestfalen GmbH  (Berufsförderungszentrum Meschede) ihre Facharbeiterbriefe „Fachkraft für Metalltechnik/Montagetechnik“ entgegen. Der Weg in die Arbeitswelt steht ihnen nun offen und die ersten Arbeitsverträge sind bereits unterschrieben. Ein Ergebnis, mit dem auch die Agentur für Arbeit Meschede-Soest und das Jobcenter Arnsberg zufrieden sind, die diese Maßnahme gefördert und die jungen Facharbeiter begleitet haben.

So ließ es sich ein zuständiger Fallmanager der Stadt Arnsberg nicht nehmen und kam eigens zur Freisprechung eines Teilnehmers, um ihm seine persönliche Gratulation auszusprechen. „Noch vor drei Jahren schien es fast undenkbar, dass der junge Mann mal einen geraden Lebensweg einschlägt“, erzählt der langjährige Mitarbeiter des Jobcenters. „Heute hat er es geschafft. Er hat seine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und auch schon einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Besser hätte es nicht laufen können.“

Dabei war der bisherige Weg auch bei anderen Teilnehmern eher etwas holprig. „Schule war nie so mein Ding. Die praktische Arbeit liegt mir mehr und macht mir Spaß“, sagt ein Absolvent. Und dennoch: Sein Berufsschulzeugnis kann sich sehen lassen und die Facharbeiterprüfung legte er mit dem zweitbesten Ergebnis ab. Auch er hat bereits einen Arbeitsvertrag unterschrieben startet in einen neuen Lebensabschnitt.

Auch die anderen jungen Facharbeiter sind sichtlich erleichtert und stolz auf ihre Ergebnisse. Für sie geht es ebenfalls direkt nach der Ausbildung mit dem ersten „richtigen“ Job los.

Besonders zu erwähnen ist noch der Abschluss eines Teilnehmers mit einer glatten Eins. Er erzielte mit Abstand das beste Ergebnis der diesjährigen Absolventen und nutzt seine Möglichkeiten ab August noch in eine weitere Ausbildung zu starten, um sich höher zu qualifizieren und so seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt weiter zu verbessern.

„Es war nicht immer einfach“ – so das einstimmige Resümee der frischgebackenen Facharbeiter – „aber es hat sich gelohnt durchzuhalten. Wir haben nicht nur alle wichtigen Kenntnisse der Metallbearbeitung erlernt, sondern darüber hinaus auch festgestellt, dass es sich lohnt an sich zu glauben und sich für die eigene Zukunft einzusetzen.“ Dem haben die Ausbilder und Förderlehrer, Peter Knust, Ulrich Hickert und H.-W. Kordel sowie die begleitende Sozialpädagogin, Svenja Beckmann (nicht auf dem Foto), nichts hinzu zufügen.