Bosnienhilfe Hamm stellt sich neu auf

„Aus bürgerschaftlichem Engagement wird ein Verein“

Hamm. Nach mehr als 25 Jahren stellt sich die Bosnienhilfe Hamm strukturell neu auf. „Aus bürgerschaftlichem Engagement ist durch die erfolgreiche Gründungsversammlung nun ein Verein geworden“, erklärt Christian Fecke, der fortan als 1. Vorsitzender fungiert. Auch der Name habe sich leicht verändert, so Fecke weiter. „Die Hammer möchten mit ihren Freunden aus Bihac auf Augenhöhe agieren und nicht mehr als reine Geber wahrgenommen werden. Darum wurde aus `Bosnienhilfe` nun `Bosnienfreunde`“, so Fecke. Der Verein werde in den kommenden Tagen die Gemeinnützigkeit beantragen und ein eigenes, neues Spendenkonto eröffnen. Inhaltlich ändere sich laut Fecke indes wenig: Ziel sei es nach wie vor die Region um Bihac partnerschaftlich zu unterstützen. Dabei kann sich der Verein auch auf das gewachsene Netzwerk an Partnern verlassen: So etwa auch auf die Kolping-Bildungszentren Westfalen. Deren Geschäftsführer Gottfried Schulz, ein Kolping-Urgestein und seit jeher Unterstützer der Bosnienfreunde Hamm, war bei der Gründungsversammlung ebenfalls zugegen. „Ich begrüße den Schritt hin zu einem eingetragenen Verein und möchte mich auch weiterhin aktiv bei den Bosnienfreunden einbringen“, so Schulz. Dabei fühle er sich insbesondere seinem ehemaligen Mentor Hans Heinlein verpflichtet. Der im November 2021 verstorbene ehemalige Bürgermeister der Stadt Hamm ist Begründer der Hammer Bosnienaktivitäten. „Er hat sich für die Menschen in Bihac nach den Verwüstungen des Krieges eingesetzt und ich möchte daran mitwirken, dieses Projekt weiter in die Zukunft zu führen“, sagt Schulz.

Gottfried Schulz (oben 2. v.l.) unterstützt mit den Kolping-Bildungszentren Westfalen die Bosnienfreunde Hamm auch weiterhin. Foto: Bosnienfreunde Hamm