D.I.A.: Digitalisierungsoffensive startet im Hotel Aspethera

„Chancen auch für Menschen mit Behinderung nutzen“

Paderborn. Der Startschuss für das Projekt „D.I.A.-Digital.Inklusion.Arbeit“ ist nun gefallen! Die Stiftung KOLPING-FORUM Paderborn, die Universität Bielefeld und der Paderborner Mediendienstleister RLS Jakobsmeyer werden durch das mit öffentlichen Mitteln geförderte Projekt die Potentiale des digitalen Wandels auch für die Zielgruppe der Menschen mit Handikap fruchtbar machen.

„Die ganze Welt redet über Digitalisierung. Da stellen wir uns die Frage, wie unsere Mitarbeiter, ob mit oder ohne Behinderung, konkret von der digitalen Entwicklung profitieren können“, skizziert die Stiftungs-Vorsitzende Regina Schafmeister die Grundidee des Projektes. „Wir werden für den Hotelalltag technische Lösungen entwickeln, die das Arbeiten für unsere Mitarbeiter einfacher und stressfreier machen. Es geht keinesfalls darum, Arbeitsplätze durch digitale Tools wegzurationalisieren, sondern mittels modernster Technik Hilfestellungen anzubieten, um die vorhandenen Aufgaben leichter bewältigen zu können und für alle Zielgruppen innerhalb der Belegschaft individuelle Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen“, so Schafmeister weiter. Ein mögliches Beispiel: Die Mitarbeiter im Housekeeping bekommen ein Tablet gestellt, das Ihnen genau beschreibt, wie ein fertiges Zimmer auszusehen hat. Durch eine individuelle Registrierung erkennt das System, um welchen Mitarbeiter und ggf. um welche Behinderung es sich handelt. Die Visualisierung des Zimmers inklusive der dargelegten Arbeitsschritte ist dann individuell auf die jeweilige Beeinträchtigung, z.B. eine Seh- oder Hörbehinderung, abgestimmt. Diese Tools müssen jedoch erst noch entwickelt werden. „Dazu haben wir Experten aus Wissenschaft und Praxis, die uns auf diesem Weg begleiten“, erklärt Kolping-Digitalisierungsexperte Ralf Willner. „Die Universität Bielefeld ist für die medienpädagogische Aufbereitung der Inhalte zuständig, die Firma RLS kümmert sich um  die technische Umsetzung“, so Willner.

Förderhinweis: Das Projekt ist gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie durch den Europäischen Sozialfons der Europäischen Union (ESF).