Kolping-Berufsförderungszentrum Hamm wird 40 Jahre!

Hamm. Am 01.02.2022 feierte das Kolping-Berufsförderungszentrum in Hamm seinen 40. Geburtstag, gleichzeitig wurde Frau Siglinde Glas als Mitarbeiterin der ersten Stunde zu ihrem 40-jährigen Dienstjubiläum geehrt. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage fielen die beiden Feiern allerdings sehr klein aus und fanden ohne externe Gäste statt. Stolz auf das in 40 Jahren Erreichte könne man jedoch auch ohne große Feierlichkeiten sein, fand Kolping-Bildungswerk Paderborn-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Gelhard: „Sich vier Jahrzehnte am Markt zu behaupten und immer wieder neue Geschäftsfelder zu erschließen, ist eine großartige Leistung. Mein Glückwunsch gilt in erster Linie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort, die eine solche Erfolgsgeschichte erst möglich machen.“

Begonnen hat das Berufsförderungszentrum in der Grünstraße am 01.02.1982 mit einer klassischen Arbeitsmarktdienstleistung der Bundesagentur für Arbeit. Diese bilden auch 40 Jahre später noch einen Schwerpunkt der Arbeit. „Wir wollen Menschen dabei helfen, ihren Weg in den Beruf oder zurück in den Beruf zu finden“, betont Geschäftsführer Gottfried Schulz, selbst ein Urgestein der Einrichtung. Das bedeute in erster Linie fachliche Qualifizierung und den Abbau unterschiedlichster Hemmnisse und Barrieren, so Schulz weiter. Im Laufe der Jahre habe die Arbeit sich aber auch verändert, bzw. erweitert: „Es war immer unser Bestreben, nicht stehen zu bleiben. Das führte dazu, dass neue Geschäftsbereiche, wie etwa unsere Bahnakademie, hinzugekommen sind.“ So bildet man seit gut zehn Jahren Triebfahrzeugführer/innen aus – samt psychologischer Eignungsfeststellung und Schulung am Simulator. Auch der Sprachkursbereich für Menschen mit einer Einwanderungsgeschichte kam hinzu. Durch das in der Einrichtung gebündelte Know-How sind darüber hinaus auch neue Rechtsträger bzw. selbstständige Einrichtungen entstanden, die mittlerweile überwiegend im Bereich der Inklusion tätig sind. „Mit unserer Wäscherei in Hamm und dem Lebensmittelmarkt in Hamm-Dasbeck – beides Inklusionsunternehmen – schaffen wir Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt. Menschen mit und ohne Behinderung arbeiten dort erfolgreich zusammen“, betont Gottfried Schulz. Trotz aller Erfolge der Vergangenheit liegen auch viele Herausforderungen in der Zukunft. Allen voran die Digitalisierung: „Der Bildungsmarkt wird digitaler – deshalb müssen auch wir digitaler werden“, so Schulz. Den Schwung, den die Pandemie der Digitalisierung verliehen habe, gelte es nun aufzunehmen.

Grafik: Kolping-Bildungszentren Westfalen