Kolping Schulwerk stellt inhaltliche Weichen

„Kompetenzansatz statt Defizitorientierung“

Paderborn. Über 100 Lehrerinnen und Lehrer des Kolping Schulwerkes haben auf einer Tagung im Hotel Aspethera über die inhaltliche Weiterentwicklung der verschiedenen Schulen diskutiert. Geschäftsführer Ulrich Woischner sagte in seiner Begrüßungsansprache, dass der eigene Anspruch „einer sozial gerechten und leistungsfördernden Schule, wo alle Talente entfaltet werden können und kein Jugendlicher zurückgelassen werde“ auch in Zukunft maßgebend sei. Statt Defizitorientierung verfolge man seit jeher einen Kompetenzansatz, der Vielfalt fördere und konsequent an den jeweiligen Begabungen der Schülerinnen und Schüler ansetze, so Woischner weiter.

Für weitere inhaltliche Impulse der Tagung waren Schuldezernent Helmut Zumbrock von der Bezirksregierung Detmold und Prof. Dr. Dietmar Heisler vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universität Paderborn eingeladen. Zumbrock, der alle Schulen unter dem Dach des Kolping-Schulwerkes von persönlichen Besuchen kennt, sprach zum Thema „Unterrichtsentwicklung im Team“. „Schulentwicklung ist Unterrichtsentwicklung und daher Aufgabe jeder Lehrkraft“, betonte der Dezernent. Schulen seien lernende Organisationen, die ihre Qualitätsansprüche ständig prüfen und weiterentwickeln müssten, so Zumbrock. Das Kolping-Schulwerk sehe er hier gut aufgestellt. Nach schulinternen Workshops, die sich unter der Moderation der jeweiligen Schulleiter mit dem Referenzrahmen für Schulqualität in NRW befassten, ordnete Prof. Heisler im Abschlussvortrag die Stellung des Berufskollegs im Bildungssystem ein. Er mahnte bei seiner „Pädagogischen Zeitreise in der Entwicklung der Berufsschule“ an, nicht „den Bildungs-und Erziehungsauftrag  aus dem Blick zu verlieren!“

Über 100 Lehrerinnen und Lehrer des Kolping Schulwerkes diskutierten im Hotel Aspethera