Notunterkunft in Gütersloh: Michael Wöstemeyer informiert in WDR-Lokalzeit

„Logistisch eine Herausforderung“

Gütersloh/Paderborn (08.04.). Ostwestfalen-Lippe bereitet sich auf steigende Flüchtlingszahlen aus der Ukraine vor. Die logistischen Vorarbeiten laufen dabei auf Hochtouren: Übernachtungsplätze für 800 Personen, überwiegend wohl Frauen mit Kindern, werden derzeit von der Bezirksregierung Detmold in Gütersloh geschaffen. Schon ab dem 11.04. könnten die ersten von ihnen in der Notunterkunft einziehen. Von einer „logistischen Herausforderung“ unter Zeitdruck sprach Michael Wöstemeyer im Pressetermin mit dem WDR, der von der Bezirksregierung Detmold koordiniert wurde.

Man habe drei Wochen Zeit für die Vorbereitungen gehabt, so Michael Wöstemeyer. Er ist Prokurist der Weberhaus Nieheim gem. GmbH, einem Tochterunternehmen des Kolping-Bildungswerkes Paderborn, das mit der Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten im Auftrag der Bezirksregierung betraut ist. Da man aber auf schnelle Unterstützung des Kolping-Bildungswerkes – etwa bei der Frage nach regelmäßiger Versorgung der Geflüchteten mit Mahlzeiten und Hygienepaketen – und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Kolpingwerkes zurückgreifen konnte, sei man nun gut vorbereitet. Dennoch werde weiterhin hauptberufliches Personal für die Arbeit in der Notunterkunft gesucht, sagt Wöstemeyer. Interessierte können sich auf der Homepage des Kolping-Bildungswerkes in der Rubrik „Stellenangebote“ informieren.

Die Vertreterinnen der Bezirksregierung Detmold erläuterten gegenüber dem WDR, was die primäre Aufgabe einer „Notunterkunft“ ist. Es gehe darum, einen „Puffer“ zu schaffen, wenn die Kommunen mit der Unterbringung zeitweise überlastet seien. Die Geflüchteten würden aber nicht dauerhaft hier untergebracht, sondern nur für einen kurzen Zeitraum. Man könne dabei von wenigen Tagen ausgehen. Dann würde die Weiterverteilung auf die Kommunen organisiert, wo dann eine Aufnahme für längere Zeit möglich sei.

 

Michael Wöstemeyer im Gespräch mit dem WDR Foto: Sascha Dederichs