Schusterpreis 2022 des Kolpingwerkes geht ins Sauerland

Bigge und Bruchhausen (Ruhr) für herausragende Projekte ausgezeichnet

Die Kolpingjugend Bigge (Olsberg) und die Kolpingsfamilie Bruchhausen (Ruhr) sind die Gewinner des Schusterpreises 2022. Der Preis wurde am Samstag (12. November) im Rahmen des Diözesan-Hauptausschusses des Kolpingwerkes Paderborn in Lennestadt-Elspe verliehen. Die Kolpingjugend Bigge bekommt den Preis und 1.500 Euro Preisgeld für ihre "Vereinsarbeit 2.0". Die Kolpingsfamilie Bruchhausen wird ebenfalls mit 1.500 Euro Preisgeld für ihre Angebote und Aktionen während der Corona-Pandemie ausgezeichnet. Außerdem vergab die Jury zwei Sonderpreise.

"Was die Kolpingjugend Bigge geleistet hat, ist beachtlich", hob Lothar Heimann, Vorsitzender des Aufsichtsrates des Kolping-Bildungswerkes Paderborn, in seiner Laudatio hervor. Unter dem Projekttitel "Vereinsarbeit 2.0" hat die Kolpingjugend verschiedene Projekte summiert. Zum Beispiel die Zusammenarbeit mit den örtlichen Messdienern, vor Ort und in den sozialen Medien inzwischen als "Bigger Jugend" bekannt. Dadurch ist es gelungen, Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene wieder in großer Zahl für Aktionen zu begeistern. Aber auch die Angebote während der Corona-Pandemie, unter anderem eine digitale Prunksitzung zu Karneval mit rund 300 Teilnehmenden und ein Escape-Room für das eigene Zuhause.

Ebenfalls für preiswürdig hielt die Jury die Aktivitäten der Kolpingsfamilie Bruchhausen (Ruhr) während der Corona-Pandemie. Hier wurden unter anderem Kugeln verkauft, mit denen die Menschen im Ort unter den jeweils geltenden Einschränkungen Spiele spielen konnten. Für den Bau der Spiele konnte die Kolpingsfamilie regionale Unternehmen als Sponsoren gewinnen. "Ein herausragendes Beispiel dafür, wie viel Kreativität die Pandemie hervorgebracht hat", lobte die Vorsitzende der Adolph-Kolping-Stiftung Paderborn, Regina Schafmeister, in ihrer Laudatio.

Zwei Sonderpreise vergeben

Insgesamt hatten sich zehn Kolpingsfamilien und Ortsgruppen der Kolpingjugend aus dem Diözesanverband Paderborn um den Schusterpreis beworben. Zwei Sonderpreise und jeweils 600 Euro Preisgeld gingen nach Helmeringhausen und Hövelhof.

Die Kolpingsfamilie Hövelhof wurde für ihr Projekt "Brot&Mehr" ausgezeichnet. Seit 2008 gibt sie sie (anfangs in Kooperation mit der örtlichen Caritas) Lebensmittelspenden von örtlichen Supermärkten an bedürftige Menschen aus. Zwischen 80 und 170 Haushalte, zeitweise mehr als 350 Personen, wurden und werden regelmäßig ein Mal pro Woche versorgt.

"Kolping to go" hat die Kolpingsfamilie Helmeringhausen (Olsberg) ihre Aktivitäten während der Corona-Pandemie genannt. Verschiedene Aktionen, unter anderem ein "Nikolaus-Drive-In" am 6. Dezember 2020, waren der Jury ebenfalls einen Sonderpreis wert.

Das ist der Schusterpreis

Der Schusterpreis wird vom Kolping-Bildungswerk und von der Adolph-Kolping-Stiftung Paderborn gestiftet. Er wird alle zwei Jahre vergeben und soll Leuchtturm-Projekte würdigen, die für das ehrenamtliche und gesellschaftliche Engagement der Kolpingsfamilien beispielhaft sind.

Insgesamt ist der Preis mit 3.000 Euro dotiert. Die Jury, bestehend aus Vertreter*innen des Diözesanvorstandes (drei Personen), der Adolph-Kolping-Stiftung (zwei Personen) und des Aufsichtsrates des Kolping-Bildungswerkes Paderborn (zwei Personen), kann das Geld auf mehrere Projekte verteilen.

In diesem Jahr standen dank einer Spende der Bank für Kirche und Caritas weitere 1.200 Euro zur Verfügung, die für die beiden Sonderpreise verwendet wurden.

Was ehrenamtliches Engagement bei Kolping für die Gesellschaft leistet, zeigen die Projekte, die am Samstag mit dem Schusterpreis ausgezeichnet wurden. Die Preisträger und die Jury waren zufrieden. Foto: Mario Polzer

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text und Foto: Mario Polzer