Soest sagt: Herzlich willkommen!

Kolping-Beteiligung an Infoveranstaltung war von großer Bedeutung

Soest. Zahleiche Mitarbeiterinnen des Kolping-Bildungswerkes Paderborn (Standort Soest) und der Kolping-Bildungszentren OWL haben Ende April in der Stadthalle Soest an einer Willkommensveranstaltung für ukrainische Flüchtlinge teilgenommen. Dort stellen sie u.a. das vielfältige Sprachkursangebot vor. „Für unser Team ist klar: Wir müssen in dieser Situation aktiv werden. Wir müssen helfen und wir werden das schnell tun“, sagt Oksana Kojuschna, Pädagogische Mitarbeiterin im Kolping-Bildungswerk. „Bedingt durch die guten Russisch- und Ukrainischkenntnisse mancher Mitarbeiterinnen war eine einwandfreie Kommunikation an unserem Stand gewährleistet“, so Kojuschna weiter.

Neben Kolping waren auch zahlreiche andere Veranstaltungspartner für die ca. 400 Mensch da, wie z. B. der Bürgermeister der Stadt Soest, die VHS und die AWO, der Migrationsdienst, das Jobcenter und die Agentur für Arbeit, das Sozialamt, die Ausländerbehörde oder das Klinikum der Stadt Soest. Schließlich gab es viele Themen zu besprechen, wie etwa Registrierung, Wohnungssuche, finanzielle Sicherung, Schulbesuch für die Kinder, ärztliche Versorgung und Sprachangebote.

„Diese Veranstaltung war ein Zeichen der außergewöhnlichen Willkommenskultur. Und für uns war es berührend zu sehen, mit welcher Dankbarkeit die Geflüchteten aus der Ukraine die Informationen aufgenommen haben“, zog Kojuschna Bilanz. Und die Unterstützungsbedarfe sind auch weiterhin riesig, wie Heike Busch, Standortleitung der Kolping-Bildungszentren OWL in Soest, erläutert: „Als werteorientierter Bildungsträger haben wir uns das Ziel gesetzt, über die Vermittlung von Sprachkenntnissen hinaus an der Integration der Geflüchteten mitzuwirken und ihnen Alltagskompetenz in einem kulturell neuen Umfeld zu ermöglichen.“ Denn in der neuen Umgebung tauschen für die Menschen plötzlich eine Vielzahl sehr praktischer Fragen auf: Wie sieht es mit der Autoversicherung in Deutschland aus? Warum muss man Hunde anmelden und Steuern für die Tiere bezahlen? Gibt es tatsächlich Geld für Plastikflaschen bei der Rückgabe? „Über das Projekt IFTF (Integrationsprojekt zur Förderung der Teilhabe von Flüchtlingen und Menschen mit Migrationshintergrund), das in einem ersten Baustein, dem „Welcome Point“, vom Kommunalen Integrationszentrum finanziell unterstützt wird, leisten wir wichtige Aufklärungsarbeit, damit sich die Menschen zurechtfinden“, so Busch. Aber auch Freizeit- und Kulturangebote wie Wanderungen, Lesungen oder Austauschtreffs seien fester Bestandteil des Programms, so Busch weiter. Der Weg für die Integration ist damit geebnet. Soest sagt: Herzlich willkommen!

Kolping-Mitarbeiterinnen beim Willkommenstag in Soest Foto: Kolping-Paderborn