Spannender Perspektivwechsel für Kita-Leitungen

Bildungsreise nach Estland

Estland/Paderborn. Vielfältige und überraschende Eindrücke hatten die elf Teilnehmenden im Gepäck, als sie von ihrer einwöchigen Erasmus+ Mobilität zum Thema „Inklusion und Diversity Management“ aus Kuressaare (Estland) zurückkehrten. Im Mittelpunkt der Reise stand der Besuch ausgewählter Kindertagesstätten und Vorschulen, wo die Gäste inspirierende Einblicke in die Konzepte, Methode und Hintergründe des estnischen Bildungssystems erhielten. Der intensive Austausch mit dem Bildungspersonal vor Ort ermöglichte der Reisegruppe aus Kita-Leitungskräften, Fachberatern und Multiplikatoren einen spannenden Perspektivwechsel.

„Besonders beeindruckt hat mich, wie der Gedanke des lebenslangen Lernens in Estland gelebt wird“, berichtet Kerstin Abel, die im Kolping-Bildungswerk Paderborn für Europäisches Projektmanagement zuständig ist, und erläutert: „Neues dazuzulernen, ob an der Universität oder einer berufsbildenden Schule, gehört in jedem Lebensabschnitt dazu und wird durch das estnische Bildungssystem gezielt unterstützt.“ Die estnischen Partnerorganisation des Kolping-Bildungswerks, das Berufsbildungsinstitut Ametikool, war das beste Beispiel: Mit großer Selbstverständlichkeit absolvierten dort Lernende jeden Alters unterschiedliche Berufsausbildungen oder Kurse.

Neben dem fachlichen Programm kam auch der kulturelle Part nicht zu kurz. In Tallinn sowie auf der Insel Saaremaa brachten einheimische Fremdenführerinnen den deutschen Gästen mit viel Freude und Nationalstolz – und mit Blick auf die wechselhafte Geschichte Estlands immer auch mit einem Augenzwinkern – die Kultur ihres Landes näher.

Am Ende waren sich die Teilnehmenden einig: Der offene Austausch – sowohl mit den estnischen Kollegen als auch untereinander – hat die Woche zu einem besonderen Erlebnis gemacht. 

Das Projekt Erasmus + wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Fördernummer: 2018-1-DE02-K102-004802