„Angemessene Löhne verstetigen, Lohndumping verhindern“

Mindestlohn für pädagogisches Personal der Aus- und Weiterbildung steigt

Berlin. Zu Beginn der Woche wurde vom Bundeskabinett die Mindestlohnverordnung für die Aus- und Weiterbildungsbranche beschlossen, nachdem die Tarifparteien nach Abschluss des Änderungstarifvertrages vom 27. August 2015 die Allgemeinverbindlichkeitserklärung des verhandelten Mindestlohns beantragt hatten. „Mit dem neuen Mindestlohn ist uns ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer angemessenen Entlohnung für die gut qualifizierten Beschäftigten unserer Branche gelungen“, freute sich Wolfgang Gelhard, Vorsitzender der Zweckgemeinschaft des Bundesverbandes der Träger Beruflicher Bildung (BBB).

Thiemo Fojkar, BBB-Vorstandsvorsitzender, erklärte: "Die neue Verordnung ist ein Erfolg für unsere Mitglieder und die Bildungsbranche insgesamt. Die Angestellten erhalten mehr Lohn, die Bildungsanbieter mit der Allgemeinverbindlichkeitserklärung mehr Wettbewerbsgerechtigkeit."

„Die Situation der Beschäftigten wird durch die Erhöhung des Mindestlohns, wie er von den Tarifparteien Verdi, GEW und Zweckgemeinschaft ausgehandelt wurde, nachhaltig verbessert“, so Gelhard weiter. Lohndumping, wie er vor einigen Jahren in der Aus- und Weiterbildungsbranche üblich war, könne laut Zweckverband somit effektiv eingedämmt werden.

Somit gilt der Mindestlohn flächendeckend für die Branche – auch für Unternehmen, die bislang nicht tarifgebunden agierten. Für die Beschäftigten des Aus- und Weiterbildungssektors steigen die Löhne zum 01. Januar 2016 sogar an: in den alten Bundesländern auf 14,00 €, in den neuen Bundesländern auf 13,50 €. Ab Januar 2017 gibt es einheitlich bundesweit 14,60 €. 

Wolfgang Gelhard, Geschäftsführer der Kolping-Bildungswerk Paderborn gGmbH und Vorsitzender der Zweckgemeinschaft, freut sich über die Verstetigung von angemessenen Löhnen in der Aus- und Weiterbildungsbranche durch den Mindestlohn.