„Tätig, Hingebend, Aufopfernd“

Konrad Bröckling mit PRO ECCLESIA ET PONTIFICE ausgezeichnet

Paderborn. Für Kolping-Urgestein Konrad Bröckling wird die diesjährige Vorweihnachtswoche wohl unvergessen bleiben, fielen hier für den 67-jährigen doch drei emotionale Ereignisse in engster Taktung zusammen. Den Höhepunkt stellte dabei die Verleihung des päpstlichen Ehrenzeichens PRO ECCLESIA ET PONTIFICE am Vorabend des 4. Advents dar, welches Konrad Bröckling von Pfarrer Peter Scheiwe im Auftrag des Erzbischofs aufgrund seiner besonderen Verdienste für die Anliegen der Kirche verliehen wurde. 36 Jahre arbeitete der engagierte Katholik im Kirchenvorstand St. Heinrich und Kunigunde in Schloß Neuhaus, davon 24 Jahre als stellvertretender Vorsitzender und in den letzten 3 Jahren als geschäftsführender Vorsitzender und Mitglied im Finanzausschuss. „Eine solche Auszeichnung hat man nie für sich alleine, sie kann nur Zeichen für die VIELEN sein, die sich ehrenamtlich einbringen. Alleine wäre jeder ziemlich verlassen“, betonte Bröckling in seiner Ansprache vor den geladenen Gästen aus Kirche und Gesellschaft bescheiden. Da neben der Kirchenvorstandsarbeit das Kolpingwerk in Paderborn die zweite große Säule in Bröcklings Ehrenamtsvita darstellt, zitierte er in seiner Rede symbolisch für die Motivation der vielen ehrenamtlich Engagierten auch den Verbandsgründer Adolph Kolping: „Das Christentum besteht nicht in schönen Worten und leeren Redensarten, es muss tätig, hingebend, aufopfernd, geübt werden.“ Dementsprechend ließ es sich auch das Diözesanpräsidium des Paderborner Kolpingwerkes nicht nehmen, dem Kolpingbruder anlässlich seiner Ehrung das Kolping-Triptychon als Zeichen der Anerkennung zu überreichen. Eine besondere Einzelfallentscheidung, betonte Diözesanpräses Ansgar Wiemers, da normalerweise nur Kolpingsfamilien und keine Einzelpersonen dieses Kunstwerk überreicht bekämen.

Im Zusammenhang mit Kolping stehen dann auch die weiteren Ereignisse dieser für Konrad Bröckling ereignisreichen Woche. Am vergangenen Mittwoch durfte er als stellvertretender Vorsitzender des Kolping Entwicklungshilfe e.V. und Diözesanvorstandsmitglied zwei symbolische Schecks der Kolpingsfamilie Hövelhof in Höhe von insgesamt 7.300,00 € entgegen nehmen. Die Kolpingbrüder und Kolpingschwestern aus Hövelhof hatten diese Summe für ein Hilfsprojekt im zentralamerikanischen Honduras zur Errichtung eines Computerlabors sowie für die örtliche Flüchtlingshilfe in OWL zusammengetragen.

Im Kontext der regionalen Flüchtlingsarbeit stand dann auch das dritte Ereignis. Aus Spendenmitteln, die im Rahmen der diesjährigen Diözesanversammlung des Kolpingwerkes in Paderborn gesammelt wurden, konnten – 3 Tage vor Weihnachten – zwei Grundschulen vorzeitig mit Schulungsfahrrädern beschenkt werden. Flüchtlingskinder können damit üben, sich sicher mit dem Fahrrad durch den Straßenverkehr zu bewegen. Die Übergabe der Räder erfolgte durch den Diözesanvorsitzenden Stephan Stickeler, Konrad Bröckling, der als Mitglied des Diözesanvorstands die Spendenaktion auf der Diözesanversammlung mit initiiert hatte sowie Kati Born von der KF Schloß Neuhaus.  

 

Konrad Bröcklings Kolping-Vita

  • Mitglied der Kolpingsfamilie Schloß Neuhaus seit 1967; dort in diversen Vorstandsämtern, davon 2xVorsitzender und seit 2013 Seniorenleiter
          
  • Seit 1991 Mitglied im Vorstand des Kolpingwerkes Bezirksverband Paderborn/Büren sowie stellvertretender Vorsitzender im Entwicklungshilfe e.V.
  • Mitglied im Diözesanvorstand, Leiter des DFA Senioren sowie Mitglied im Aufsichtsrat der Kolping-Bildungswerk Paderborn gGmbH

Konrad Bröckling (rechts im Bild) bekommt von Diözesanpräses Ansgar Wiemers das Kolping-Triptychon überreicht. Links im Bild: Stephan Stickeler, Kolping-Diözesanvorsitzender