„Mit dieser Menge haben wir nicht gerechnet“

Nach erfolgreichem Test gibt es weitere Termine für Kolping-Geschirrsammlungen

„Die Idee entstand bei einem Gespräch mit Stephan Kowoll, dem Geschäftsführer von Kolping Recycling in Fulda“, erinnert sich Christian Hoffbauer, Prokurist des Inklusionsunternehmens „Die Brücke“ in Bad Lippspringe, das zur Kolping-Gruppe Paderborn gehört. Gebrauchtkleider sammeln die beiden Unternehmen zusammen mit den örtlichen Kolpingsfamilien im Gebiet des Erzbistums Paderborn schon seit langem. Vielerorts sind diese Sammlungen als „Aktion Rumpelkammer“ bekannt. Nach dem erfolgreichen Test in Nordborchen sollen auch die Haushaltswarensammlungen etabliert werden.

In Nordborchen hatten die beiden Kolping-Kitas an zwei Terminen die gebrauchte Ware angenommen. Zusätzlich wurde an einem dritten Termin eine Sammelstelle an einem Kolping-Bulli eingerichtet. „Viele Menschen haben zum Beispiel nach Haushaltsauflösungen oder Zusammenführungen Geschirr, Töpfe, Pfannen, Gläser, Besteck und andere Dinge übrig“, sagt Christian Hoffbauer, der bei der „Brücke“ in Bad Lippspringe die Sammlungen koordiniert. „Diese führen wir der Weiterverwertung zu.“ Das ist nachhaltig, denn die gebrauchten Dinge landen nicht auf dem Müll, sondern finden neue Besitzer und damit eine neue Verwendung.

Sammlungen fördern Inklusion

Die „Brücke“ sammelt die Waren im Gebiet des Erzbistums Paderborn, die Weiterverwertung übernimmt Kolping Recycling in Fulda. „Gebrauchtkleinder- und Haushaltswarensammlungen fördern außerdem die Inklusion in unserem Unternehmen, in dem Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten“, ergänzt Prokurist Christian Hoffbauer.

Der nächste Termin steht schon in Kürze an: Am Samstag, dem 20. Juli, sammelt die Kolpingsfamilie Hövelhof Geschirr und Haushaltswaren. Kolpingsfamilien, die eine solche Sammlung auch durchführen möchten, können sich zur organisatorischen Absprache per E-Mail an die „Brücke“ in Bad Lippspringe werden. Die Adresse ist: . Ein Teil der Erlöse geht in die Kasse der Kolpingsfamilie.

Auch wer privat einen Haushalt auflöst oder zusammenführt und gebrauchte Ware abgeben möchte, kann diese Adresse nutzen. In diesem Fall kann auch eine Abholung organisiert werden. „Perspektivisch werden wir dafür einen Anhänger anschaffen, den wir an der Abgabestelle abstellen und einen Tag später wieder abholen, wenn er beladen wurde“, skizziert Christian Hoffbauer.

Wichtig ist, dass die Gegenstände gut und sicher verpackt werden. Am besten in sicher verschlossenen Kartons, die nicht zu sehr überladen werden. „Bei Tellern, Gläsern und anderen zerbrechlichen Gegenständen ist altes Zeitungspapier als Zwischenlage hilfreich“, sagt Christian Hoffbauer. Von der Sammlung ausgeschlossen ist „alles, was einen Stecker hat“.  Dann steht einer erfolgreichen Fortsetzung der Kolpingsammlungen nichts mehr im Weg.