Eine große Bühne für die Inklusion

NRW-Tag lockt Besucherstrom zum Stand der Kolping Röstwerkstatt

Uta Deutschländer, Regina Schafmeister und Claudia Middendorf trinken zusammen Kaffee am Stand der Kolping Röstwerkstatt beim NRW-Tag (von links) Uta Deutschländer (Sprecherin der LAG IF) und Regina Schafmeister (Sprecherin der LAG IF und Hauptgeschäftsführerin des Kolping Bildungswerkes Paderborn) begrüßten beim NRW-Tag in Münster Claudia Middendorf, NRW-Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung und Patienten und Patientinnen, am Stand der Landesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen, an dem Kolping am Sonntag seinen Tatico-Kaffee ausschenkte. Foto: Jana Sudhoff Das Land NRW hatte am vergangenen Wochenende seinen 80. Landesgeburtstag mit Hunderttausenden Menschen in Münster gefeiert ­– und das Kolping-Bildungswerk Paderborn feierte mit. Am Stand der Landesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (LAG IF) hatte die Kolping Röstwerkstatt Brakel am Sonntag ihr Zelt aufgeschlagen.

Das Thema Inklusion gehört in die Mitte der Gesellschaft und inmitten des NRW-Tages stellte sich die Röstwerkstatt – eines der zehn Inklusionsunternehmen des Kolping-Bildungswerkes – den Besucher*innen vor, die an der Westfalen-Meile entlang schlenderten.

Für einen Einstieg in viele gute Gespräche sorgte der Kaffeeduft. Das Kolping-Team schenkte hunderte Becher seines fair gehandelten Tatico-Kaffees aus. Der perfekte Anlass, um über den Spezialitätenkaffee ins Gespräch zu kommen, der aus fairem und direktem Handel mit Kleinstproduzent*innen in Honduras und Mexiko stammt. Perspektiven eröffnet Tatico nicht nur den Kaffeeproduzent*innen in Übersee, sondern auch den Menschen mit Behinderungen vor Ort. Als Inklusionsbetrieb hat die Röstwerkstatt in Brakel Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen geschaffen – unterstützt vom Land NRW sowie von Aktion Mensch.

Sichtbarkeit schafft Verständnis

„Der NRW-Tag in Münster war für uns eine wunderbare Gelegenheit, zu zeigen, was Inklusionsunternehmen leisten: Wir schaffen Arbeitsplätze, Teilhabe und berufliche Perspektiven für Menschen mit und ohne Behinderung und verbinden das bei der Röstwerkstatt mit einem Produkt, das Menschen zusammenbringt“, sagt Ramona Linder, Geschäftsführerin der Kolping Röstwerkstatt. „Die Kulisse in Münster war großartig. Besonders wertvoll waren aber die vielen Begegnungen und Gespräche am Stand. Sichtbarkeit schafft Verständnis und genau das brauchen Inklusionsunternehmen: Menschen, die unsere Arbeit kennenlernen, unser Produkt wertschätzen und Inklusion als selbstverständlichen Teil der Arbeitswelt erleben.“

In Inklusionsfirmen arbeiten besonders schwerbehinderte Menschen sozialversicherungspflichtig und auf Augenhöhe, eben inklusiv, auf dem ersten Arbeitsmarkt. „Inklusionsfirmen sind zukunftsweisend und volkswirtschaftlich wertvoll“, betont Regina Schafmeister, Hauptgeschäftsführerin des Kolping-Bildungswerkes Paderborn und Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen (LAG IF), die unter anderem Claudia Middendorf, NRW-Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderung und Patienten und Patientinnen, am Stand begrüßte. „Wir sind als Landesarbeitsgemeinschaft für die Möglichkeit sehr dankbar, die Arbeit der Inklusionsfirmen beim NRW-Tag vorstellen zu dürfen, um die gute Arbeit der Inklusionsfirmen sichtbar zu machen“, so Regina Schafmeister weiter.

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hatte der Landesarbeitsgemeinschaft den Stand ermöglicht, an dem sich am NRW-Geburtstagswochenende sechs unterschiedliche Inklusionsunternehmen präsentiert hatten.