Ideenschmiede bringt elf Projekte hervor

Schüler*innen verwandeln ihre Interessen in eine gute Tat

Projektteilnehmende lassen sich durch den Signal Iduna Park führen Foto: Eric Leser Die angehenden Kinderpfleger*innen und Sozialassistent*innen des Theresia-Gerhardinger-Berufskollegs (TGB) haben eine bunte Vielfalt an guten Taten auf die Beine gestellt. Erstmals stand in den Unterkursen eine Projektwerkstatt auf dem Stundenplan – entstanden auf Initiative der Youngcaritas Warburg. Die Konzeptidee: Die Schüler*innen bringen ihre Fähigkeiten und Interessen ein, um Menschen ein schönes Erlebnis zu bereiten. Herausgekommen sind elf Projekte – sportlich, kreativ, kulinarisch und gesellig. 

Mit ihren Aktionen erreichten die Schüler*innen das gesamte Spektrum ihrer beruflichen Zielgruppen: Kitas, Kinder- und Jugendarbeit, Seniorenheime und Wohngruppen für Menschen mit Behinderung. Ob beim Backen, Basteln, Turnen und Keramikbemalen, bei einer Schnitzeljagd, bei Gesellschaftsspielen, einer BVB-Stadiontour und einem wöchentlichen Sportangebot – die Schüler*innen haben viele Ideen in den Kooperationseinrichtungen umgesetzt. 

Unvergessliche Erlebnisse

Unvergessen bleibt besonders die Fahrt nach Dortmund, wo die Ausflügler*innen aus einer BDKS-Wohngruppe den Signal Iduna Park bei einer Stadiontour erkundeten. „Das ist etwas, was die Gruppe bisher nur aus dem Fernsehen kannte. Das war eine totale Besonderheit, zumal Dortmund nicht ums Eck ist“, erklärt Schulsozialarbeiterin Lena Stecken, die die Projektwerkstatt zusammen mit ihrem Kollegen Thomas Redeker koordiniert hatte. On top gab es für die Wohngruppe ein Trikot aus dem Fanshop als Erinnerung an das Stadionerlebnis – das organisationsreichste Unterkurs-Projekt.

Gleich drei Einrichtungen holte die Projektgruppe „Keramikbemalen“ mit ins Boot. Während die Schüler*innen der Laurentius-Schule Warburg die Materialien getöpfert hatten, bekamen die Keramiken in Teamarbeit von Senior*innen aus der Einrichtung St. Vincentius Scherfede mit Unterstützung von Grundschüler*innen den kreativen Anstrich.

Große Begeisterung hat auch das diensttägliche Sportangebot im Jugenddorf Petrus Damian hervorgerufen, das nach den Osterferien sogar noch weitergeführt werden soll.

Großer Gewinn für alle Seiten

Nicht nur die Kooperationspartner waren Nutznießer der Projektwerkstatt. Auch die TGBler*innen haben von ihren eigenen Projekten profitiert. „Sie haben viele Erfahrungen für ihren späteren Berufsalltag gesammelt und gelernt, was die Arbeit mit Menschen ausmacht“, betont Thomas Redeker. Angefangen bei Einblicken in die Projektarbeit – Wie entstehen Projekte und wie plant man sie? Wie hoch ist der Aufwand? Wie funktioniert die Kontaktaufnahme?  – bis hin zu einem Schub in der Persönlichkeitsentwicklung in puncto Kreativität, Teamarbeit und selbstständigen Arbeitens. „Man hat gemerkt, wie manche Schüler*innen über sich hinausgewachsen und aus sich herausgekommen sind“, freut sich Lena Stecken. Und nicht zuletzt konnten die Schüler*innen ihren Blick erweitern: Die Projekte boten den Kinderpfleger*innen und Sozialassistent*innen auch Erfahrungen über ihr jeweiliges Arbeitsfeld hinaus.

Auch Projektwerkstatt-Initiatorin Carolin Schnückel von der Youngcaritas Warburg, die im Herbst die Auftaktveranstaltung angeleitet hatte, war ganz angetan von den Ergebnissen: „Ich bin total begeistert, dass so viele Projektskizzen umgesetzt wurden. Vielen Dank für euer Engagement!“ Für die Youngcaritas zeigte die Projektwerkstatt, wie schnell soziales Engagement eine Wirkkraft entfaltet: „Entwickelt man gemeinsam eine Idee, ist man gleich engagiert – man will das Projekt wachsen sehen und es umsetzen“, so Schnückel.