KBBW wurde für „Unframed“ zum Atelier

Ein starkes gemeinsames Projekt

Drei großformatige Kunstwerke auf Leinwänden und Staffeln aus der Kreativwoche werden im KBBW Brakel präsentiert Das Kolping-Berufsbildungswerk Brakel (KBBW) hat ein neues Format ausprobiert. Fünf Tage lang hat sich die Einrichtung in ein großes Atelier verwandelt. Unter dem Titel „Unframed – Kunst ohne Rahmen, ohne Grenzen“ waren die KBBW-Teilnehmenden eingeladen, sich auf neue kreative Erfahrungen einzulassen. Mit der Premiere der Kreativ-Woche haben die Organisatoren ins Schwarze getroffen, denn das Angebot war in doppelter Hinsicht ein Erfolg.

Der Ansatz hinter der Projektwoche: den jungen Menschen ergänzend zum Ausbildungs- und Förderalltag einen Raum bieten, in dem sie neue Ausdrucks- und Arbeitsweisen ausprobieren, eigene Ideen umsetzen, neue Perspektiven und Stärken entdecken können. Diese Gelegenheit haben die Teilnehmenden nicht ungenutzt gelassen: Groß war die Resonanz auf das freiwillige Angebot und vielzählig waren die Erfolgsgeschichten. „Die Projektwoche hat gezeigt, was möglich ist, wenn junge Menschen die Chance bekommen, über sich hinauszuwachsen“, sagt Jeanette Lahme, die die Kreativ-Woche gemeinsam mit Alex Vöpel, Jan Hagelüken und Christiane Iding-Henze geplant hatte.

Breites Portfolio an Workshops

Zahlreiche KBBW-Mitarbeitende haben mit ins Rad gegriffen und sich viel einfallen lassen. In ihren Workshops haben die jungen Menschen unter anderem gebatikt, gehäkelt, Steine bemalt, Theater gespielt, Vision Boards entworfen, Schlüsselanhänger gebastelt, Vogelfutterstationen gebaut, gebacken, einen „Flaschengarten“ erschaffen etc. Von filigranen Miniaturen bis zu großformartigen Kunstwerken reichten die Eyecatcher: Während den Monsterfiguren im Miniaturformat aus dem Science-Fiction-Universum von „Warhammer“ mit Farbe Persönlichkeit eingehaucht wurden, entstanden andernorts im „Kunstprojekt auf Leinwand“ große abstrakte Gemälde.

In den Workshops haben die Teilnehmenden nicht nur Kreativität bewiesen. Sie haben sich beispielsweise in Präzision und Konzentration geübt, Selbstbewusstsein auf der Theaterbühne getankt, ihr Repertoire im Umgang mit Werkmaterialien, Farben und verschiedenen Techniken erweitert, den Blick für ihre Ziele, Talente und Träume geschärft. Das kam bei der Zielgruppe gut an: „Mir hat die Projektwoche Spaß gemacht, weil ich neue Sachen ausprobieren konnte“, lobte einer der Teilnehmenden anschließend.

Das Format hat Zukunft

Für die Initiator*innen der Kreativ-Woche gab es einen weiteren Grund zur Freude: Mit viel Engagement, Herzblut und tollen Ideen haben sich auch die Mitarbeitenden eingebracht. Mit ihrem Teamgeist und ihrer Begeisterung haben sie das breite Portfolio der Workshops erst möglich gemacht – tatkräftig unterstützt von der Teilnehmendenvertretung. Was man gemeinsam Tolles in dieser Woche auf die Beine gestellt hatte, das konnte man bei der abschließenden Ausstellung am Freitag im KBBW bewundern – der Höhepunkt des neuen Formats. Die Kreativ-Woche bleibt kein einmaliges Ereignis. Sie kam so gut an, dass sie künftig fest im Jahreskalender integriert werden soll.