Kunst öffnet Türen

Jugendhilfe Brakel stellt Ergebnisse ihres künstlerischen Projektes aus

Bewohner der Jugendhilfe Brakel, Künstler Hasan Habeeb und Einrichtungsleiterin Christiane Hundt zeigen einige ihrer Kunstwerke Künstler und Betreuer Hassan Habeeb hat die Bewohner der Jugendgruppe dazu motiviert, ihre Gedanken und Emotionen in Bildern aufzuarbeiten. Foto: Jana Sudhoff „Kunst und Farbe haben keine Grenzen“, sagt Hassan Habeeb. Was der Betreuer der Kolping Jugendhilfe Brakel mit diesem Ansatz in der Jugendgruppe im Kolpinghaus St. Norbert alles erreichen kann, das wurde bei der ersten Kunstausstellung sichtbar. Hassan Habeeb, selbst Künstler, hatte die Bewohner dazu ermutigt, ihren Gefühlen und Gedanken in Acryl Ausdruck zu verleihen.

Beeindruckt von den rund 40 ausdrucksstarken Bildern zeigten sich die zahlreichen Gäste – darunter Kolping-Kolleg*innen, Ehrenamtliche, Lehrer*innen, Vertreter*innen der Praktikumsbetriebe, der zuständigen Behörden und Brakeler Institutionen.

Auf die Leinwand gebannt haben die Bewohner ihre Hobbys, ihre Träume, ihre persönlichen Geschichten, ihre Lebensmottos und Landschaften ihrer Heimat. Das künstlerische Projekt öffne Türen: zur kreativen Auseinandersetzung mit sich selbst, zu einem Miteinander über Kontinentgrenzen hinaus, für Freundschaften und für Momente der inneren Ruhe, erklärte Einrichtungsleiterin Christiane Hundt. „Kunst verbindet Menschen. Kunst kennt keine Grenzen. Kunst ist Therapie. Das ist das, was wir hier machen.“

Ein Vorzeigeprojekt der Einrichtung

„Ich bin immer wieder beeindruckt, wie es uns durch künstlerische Projekte gelingt, Menschen zu erreichen und ihnen dabei zu helfen, ihre persönlichen Geschichten aufzuarbeiten,“ sagte Eva Klare-Kurtenbach in ihrer Begrüßungsrede. „Kunst ist hier in der Einrichtung ein Vorzeigeprojekt – als therapeutischer Ansatz und als Ausdruck von Emotionen und Gedanken“, so die Geschäftsführerin der Kolping Jugendhilfe Brakel. „Ich bin unheimlich stolz, was wir hier zeigen können.“

Das Symbol für die Betreuungsarbeit in der Einrichtung hatte Künstler Hassan Habeeb als Gemeinschaftsprojekt mit zwei Bewohnern künstlerisch auf den Punkt gebracht: mit einem Baum, der ein hohes, schmales, schiefes Gebäude stützt. „Wir bieten den Menschen als Baum Schutz und passen auf, dass sie nicht fallen“, erklärte der Jugendgruppenbetreuer. Auch einige seiner Bilder und weiterer Mitarbeiter*innen reihten sich unter die Kunstwerke der Jugendlichen – denn Kunst hat keine Grenzen und verbindet Menschen.