LWL-Messe: Inklusion entfaltet

„Eines der zentralen gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit“

Drei Personen, darunter eine Person in einem blau-schwarz karierten Maskottchenkostüm, zeigen vor einem weißen Hintergrund mit Logos und Text den Daumen nach oben. Die Hauptgeschäftsführung des Kolping-Bildungswerkes Paderborn - Regina Schafmeister (links im Bild) und Wolfgang Gelhard - freuen sich gemeinsam mit dem SCP07-Maskottchen Holli auf die Begegnungen auf der LWL-Inklusionsmesse. Foto: Sascha Dederichs Dortmund/Paderborn. „Inklusion entfaltet“ - Unter diesem Titel fand am 11.März 2026 die mittlerweile sechste Inklusionsmesse des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) statt. Zahlreiche Aussteller waren dabei für die Dortmunder Westfalenhallen angemeldet. Mittendrin: Das Kolping-Bildungswerk Paderborn mit seinen zehn Inklusionsbetrieben.

„Inklusion ist und bleibt eines der zentralen gesellschaftspolitischen Themen unserer Zeit“, sagt Regina Schafmeister, Geschäftsführerin des Kolping-Bildungswerkes Paderborn (KBW PB). Der Inklusionsbereich spielt seit über zwei Jahrzehnten eine bedeutende Rolle im Konzern und ist über die Jahre immer stärker ausdifferenziert worden. So präsentierten sich am Mittwoch allein am Stand des KBW PB zehn Inklusionsunternehmen, darunter das Ardey Hotel in Witten, das Hotel Susato aus Soest, das Paderborner Hotel Aspethera, die Wäschereien aus Hamm und Bad Lippspringe, die Gastrobetriebe „Börse“ aus Arnsberg und der Lindenhof aus Hamm sowie das  Secondhand-Kaufhaus STORE aus Wetter, der Dasmarkt (Lebensmittel) aus Hamm und die  Kaffeerösterei (Tatico) aus Brakel. „Insgesamt schaffen wir dadurch etwa 100 Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt“, betont Schafmeister – ohne dass der Kunde der jeweiligen Einrichtung das mitbekomme. Er erhalte gute Qualität zu einem marktüblichen Preis. „Das ist eine besondere Leistung unserer Mitarbeitenden mit und ohne Behinderung und an Tagen wie diesen wird ihre erfolgreiche Zusammenarbeit dorthin gerückt, wo sie hingehört - den öffentlichen Fokus“, so Schafmeister weiter. Grundsätzlich seien in Inklusionsbetrieben, so auch bei Kolping, ca. 50% Menschen mit Behinderung beschäftigt. Als Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen in NRW setzt sich Schafmeister aber auch über Highlights wie die LWL-Inklusionsmesse hinaus für die Belange der Menschen mit Handicap ein. Am Vorabend der Messe sprach sie bereits ein Grußwort und betonte, dass Inklusion ins Bewusstsein der Menschen gehöre. Weiter sagte sie: „Wir können uns sehen lassen! Ich war selbst heute beim Aufbau in der Messehalle dabei und es gibt viele großartige Stände zu bestaunen!“ Insgesamt sei dies auch Ausdruck von Wertschätzung für das Thema Inklusion als solches und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. In diesem Kontext dankte Schafmeister auch dem LWL für die Ausrichtung der Messe.

Unterstützung bekamen die Kolping-Messeaussteller in diesem Jahr vom SC Paderborn 07, dem Partner im „Herzblut.Verbindet.“-Kooperationsprojekt, welches die gemeinsamen Werte des KBW PB und des SCP07 – darunter auch Vielfalt – in die Öffentlichkeit trägt. So war das Maskottchen „Holli“ in den Westfalenfallen mit an Bord und sorgte rund um die Kolping-Stände für beste Stimmung.