Paderborner Pressestammtisch zu Gast bei der IBZ
Das Integrations- und Beratungszentrum Paderborn/Höxter (IBZ gGmbH) als Träger des Integrationsfachdienstes (IFD) war Gastgeber des Paderborner Pressestammtisches im Monat November. IFD-Teamleiterin Nadine Renner (Mitte), Sonja Beier (Stellv. Teamleiterin, rechts im Bild) sowie Olivia Kuzawinski (Fachberaterin für betriebliche Inklusion) berichteten über ihre Arbeit, deren primäres Ziel es sei, Menschen mit Behinderung bei der Teilhabe am Arbeitsleben zu beraten und zu unterstützen. Foto: Sascha Dederichs
Paderborn. Das Integrations- und Beratungszentrum Paderborn/Höxter (IBZ gGmbH) als Träger des Integrationsfachdienstes (IFD) war Gastgeber des Paderborner Pressestammtisches im Monat November. Vor Ort konnten sich die anwesenden Journalisten, Unternehmenssprecher und Pressereferenten der unterschiedlichen Medien und Unternehmen aus dem Raum Paderborn, die sich im „Stammtisch“-Format monatlich an wechselnden Orten treffen, über die sozial-integrative Arbeit der IBZ gGmbH informieren. Diese richtet sich, wie Teamleiterin Nadine Renner berichtete, an ganz unterschiedliche Zielgruppen. Primäres Ziel sei es, so Renner, Menschen mit Behinderung bei der Teilhabe am Arbeitsleben zu beraten und zu unterstützen. Dabei seien sowohl die betroffenen Menschen selbst als auch (potentielle) Arbeitgeber wichtige Ansprechpersonen. Auch beim Alter gibt es eine Spannweite bei den Klient*innen: So gehören zum Angebotsportfolio der IBZ gGmbH ebenso Beratungsangebote für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf als auch (schwer-) behinderte oder gleichgestellte Erwachsene im Arbeitsleben, das Berufliche Eingliederungsmanagement (BEM) für Personen, die bereits fest im Berufsleben stehen sowie Menschen, die wegen ihrer gesundheitlichen Beeinträchtigung Unterstützung benötigen, um einen leidensgerechten Arbeitsplatz zu finden. Besonders anschaulich wurde die Arbeit des IBZ durch ein von Sonja Beier (Stellv. Teamleitung IFD) vorgetragenes konkretes Beispiel eines jungen Menschen, der es trotz starker Einschränkungen dank eigener Motivation und professioneller Unterstützung in eine Ausbildung geschafft und dort sein persönliches Glück gefunden hat. „Solche Erfolge kann man allerdings nur dann verbuchen, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen“, so Beier. Für einen weiteren „aha“-Effekt sorgte schließlich Olivia Kuzawinski (Fachberaterin für betriebliche Inklusion) mit einem fiktiven Beispiel. Sie ließ live über ein Online-Tool ausrechnen, wie hoch die Ausgleichsabgabe eines 500 Mitarbeiter großen Unternehmens ist, welches nur drei Menschen mit Schwerbehinderung beschäftigt. Die Summe lag bei über 100.000 € jährlich. Arbeitgeber - so die Message dieser Zahl - sind also gut beraten, sich aktiv und mit kompetenter Fachberatung über die Möglichkeiten der Inklusion im Betrieb zu informieren.
Da der Pressestammtisch unter dem Schwerpunkt „Integration/Inklusion“ stand, präsentierte sich mit der Kolping-Röstwerkstatt aus Brakel auch noch eines der 10 Inklusionsunternehmen des Kolping-Bildungswerkes Paderborn. Inklusionsunternehmen sind ein Modell, in dem Menschen mit und ohne Behinderung erfolgreich auf dem ersten Arbeitsmarkt zusammenarbeiten. Röstwerkstatt-Geschäftsführerin Ramona Linder erklärte neben dem, was gelingende Inklusion ausmacht, auch die Hintergründe der Kaffeeproduktion. Der vorgestellte „Tatico“-Kaffee gilt nach den Bewertungskriterien der Specialty Coffee Association (SCA) übrigens als Spezialitätenkaffee. Bei einer Verkostung konnten sich die Teilnehmenden des Pressestammtisches davon selbst überzeugen.
Über die IBZ gGmbH
Die IBZ gGmbH wurde 2004 gegründet. Als Gesellschafter fungieren die Lebenshilfe Kreisverband Paderborn e.V. und die Kolping-Bildungswerk Paderborn gGmbH. Die IBZ gGmbH kümmert sich anhand verschiedener Angebote und Maßnahmen um Menschen mit Behinderung, stets mit dem Ziel, eine bestmögliche Integration in den Arbeitsmarkt zu gewährleisten.
Über die Kolping-Röstwerkstatt Brakel
Die Kolping-Röstwerkstatt ist eines von 10 Inklusionsunternehmen unter dem Dach des Kolping-Bildungswerkes Paderborn. In ihr werden verschiedene Varianten des „Tatico“-Kaffees geröstet und vertrieben. Im November 2026 feiert sie ihr fünfjähriges Bestehen.