Sportliches Großereignis am Tegelweg
Adolph-Kolping-Schule holt „AOK-Laufwunder“ nach Brakel
Foto: Jana Sudhoff
Die Adolph-Kolping-Schule (AKS) hat ein sportliches Großereignis nach Brakel geholt. Der offizielle Start der Saison 2026/2027 des „AOK-Laufwunders“ fiel auf dem Schulgelände am Tegelweg. Gemeinsam mit der benachbarten Brüder-Grimm-Schule, Förderschule Sprache, schickte die Kolping-Förderschule ihre Primar- und Sekundarschüler*innen in den Laufparcours. Rund 300 Schüler*innen – davon 180 von der Adolph-Kolping-Schule – wurden damit zum sportlichen Vorbild für zehntausende Schüler*innen der allgemein- und berufsbildenden Schulen in Westfalen-Lippe, die beim Laufabzeichen-Wettbewerb bis zum 18. Juli 2027 teilnehmen werden.
Dass die Adolph-Kolping-Schule Schauplatz des Auftakts zur 12. Auflage des landesweiten Wettbewerbs wurde, hatte Lehrerin Lena Ortwein in den Stiel gestoßen. Die Sportbeauftragte der Adolph-Kolping-Schule hatte bei der Preisverleihung im vergangenen Jahr erste Kontakte zu den Veranstaltern – AOK NordWest und dem Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) – geknüpft und sich als Gastgeberschule beworben. Jetzt erlebten die Schüler*innen der beiden Förderschulen einen ganz besonderen Tag – mit viel Freude an der Bewegung, mit AOK-Maskottchen Jolinchen und einem bunten Rahmenprogramm.
Freude auch entlang der Strecke
Für eine Atmosphäre wie beim Paderborner Osterlauf sorgten die Schüler*innen selbst. Spontan hatte eine Schülergruppe Instrumente aus der Schule geholt und ihre Mitschüler*innen auf der Laufstrecke mit Trommel-, Glocken- und Schellenklängen angespornt. Auch Jolinchen feuerte mit kräftigem Abklatschen an. Auf der Bühne stimmten nicht nur AOK-Bewegungsexperte Luka Ick und Jolinchen beim Warm-up auf das Event ein. Auch die Schüler*innen brachten im Pausenprogramm ihre Mitschüler*innen in Schwung: die Brüder-Grimm-Schule mit Reifentänzen und einem Boomwhackers-Stück, die Primarstufe der Adolph-Kolping-Schule mit dem „Gute-Laune“-Lied.
Wertschätzung für die Förderschüler*innen
Die Location, das engagierte Team der Kolping-Förderschule und die Zusammenarbeit mit der Brüder-Grimm-Schule hatte auch die AOK schnell vom Austragungsort begeistert. Für die AOK NordWest hat sich das Event in Brakel zu einem Herzensprojekt entwickelt. Erstmals war eine Förderschule in Westfalen Lippe Gastgeber der Auftaktveranstaltung. „Uns ist total wichtig, sichtbar zu machen, dass hier genauso viel Sportlichkeit herrscht wie in allen anderen Schulen,“ betonte Jennifer Tippkemper, Ansprechpartnerin bei der AOK NordWest für das AOK-Laufwunder.
Das war auch Hausherr und AKS-Schulleiter Dietmar Overbeck ein Anliegen: „Unsere Schüler*innen und auch die Schüler*innen der Brüder-Grimm-Schule können heute einmal zeigen, dass sie sportlich genauso gut unterwegs sein können wie jeder andere auch. Sie können hier auf überregionaler Bühne zeigen, dass sie Kompetenzen haben, die ein Verein gebrauchen kann. Ich hoffe, dass wir mit dieser Veranstaltung einerseits den Kindern einen Antrieb geben können, sich in einem Verein zu engagieren und andererseits Vereine auf unsere Kinder aufmerksam machen können.“
Auch Schulwerk-Geschäftsführerin Eva Klare-Kurtenbach freute sich über die Sichtbarkeit für die Arbeit an der Förderschule und ihrer Schüler*innen. „Es ist eine besondere Wertschätzung unserer Schüler*innen, dass die AOK den Auftakt zu ihrem landesweiten Wettbewerb bei uns am Standort macht.“ Begeistert war auch Brakels Bürgermeister Alexander Kleinschmidt: „Ich finde es großartig, dass eine landesweite Veranstaltung aus Nordrhein-Westfalen in Brakel stattfindet. Es ist beeindruckend, wie bewegungsfreudig und engagiert die Schülerinnen und Schüler hier gemeinsam ihre Runden drehen.“
441 Punkte für den Wettbewerb gesammelt
Dabei kam es nicht auf Schnelligkeit, sondern auf das gemeinsame Laufen an. „Uns ist es wichtig, für Bewegung zu sorgen. Ziel der Aktion ist es, Kinder und Jugendliche über Spaß an Ausdauersportarten heranzuführen und sie dauerhaft für Bewegung zu begeistern“, erklärte Matthias Wehmhöner, Serviceregionsleiter der AOK NordWest. In zwei Blöcken à 60 Minuten gingen die Schüler*innen auf die Strecke und versuchten gemäß ihrem eigenen Tempo möglichst viele Punkte für ihre Schule zu sammeln. 441 Punkte haben sie geschafft. Ob die Kolping-Förderschule bei der Preisverleihung wieder auf dem Siegertreppchen stehen wird, wird sich zwar erst im Herbst 2027 zeigen. Aber für Lena Ortwein hat sich die Teilnahme schon jetzt gelohnt: „Das AOK-Laufwunder war für unsere Schule ein voller Erfolg. Gemeinsam haben wir Bewegung, Teamgeist und Freude am Laufen erlebt und einen unvergesslichen Sporttag für unsere gesamte Schulgemeinschaft geschaffen.“